Himmel auf Erden

 

Der Himmel

ist nicht nur das Blau und die Wolken über uns.

Wie auch die Ewigkeit nicht erst nach dem Tod, sondern schon jetzt aufleuchtet.

 

Himmel und Ewigkeit –

der Raum, wo die Liebe durch Gott ihre Vollendung erfährt.

Himmel ist dort, wo sich das ereignet.

In dir,

in mir,

in euch,

in uns.

Himmel ist hier und da mitten in unserem Leben

 

Himmel hier auf der Erde…

Unter Krankheit und Streit – auf der Erde,

unter Abschied und Verzweiflung – auf der Erde,

unter Angst und Depression – auf der Erde,

ist dennoch Gottes Himmel.

Ist Gottes Raum und Wirken.

 

Denn manchmal berührt der Himmel die Erde.

Manchmal wird unser Leben von Gottes Ewigkeit berührt.

Wo dich ein Glaubenslied tröstet,

wo ein Bild dich öffnet für die Kostbarkeit des Lebens,

wo dich im Abschied unverhofft die Hoffnung emporhebt,

wo die Gemeinschaft von Schwestern und Brüdern dir Frieden gibt

in dein ängstliches rastloses Leben.

Wo wir für einen Moment empfangen dürfen,

was Jesus den Leuten damals gab.

Und wir diesen Moment stark sind in uns

und fröhlich

und mutig

und beglückt

und voller Liebe zum Nächsten.

 

Weil wir in diesem Moment Gott erkannt haben.

 

Da

ist auf der Erde

mitten unter uns

der Himmel.

 

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Ein Gedanke zu „Himmel auf Erden

  1. „Himmel und Ewigkeit –
    der Raum, wo die Liebe durch Gott ihre Vollendung erfährt.
    Himmel ist dort, wo sich das ereignet.
    In dir,
    in mir,
    in euch,
    in uns.
    Himmel ist hier und da mitten in unserem Leben.

    Manchmal wird unser Leben von Gottes Ewigkeit berührt.

    Wo wir für einen Moment empfangen dürfen,
    was Jesus den Leuten damals gab.
    Und wir diesen Moment stark sind in uns
    und fröhlich
    und mutig
    und beglückt
    und voller Liebe zum Nächsten.

    Weil wir in diesem Moment Gott erkannt haben.“

    Ich habe mir erlaubt, noch einmal herauszukopieren, was mir an Ihrem Text ganz besonders gut gefällt!
    Jedoch – ich muss auch etwas hinzufügen, was sonst zu kurz kommen könnte!
    Kann es für einen Christen nur um das Empfangen des „Himmels“ gehen, wie es der Text nahe zu legen scheint? Hinzugefügt sei: Es kann nicht nur darum gehen aufzuzeigen, dass und wodurch einige unter uns schon einmal ein „Stück Himmel auf Erden“ erfahren durften – oder hoffen zu erfahren!

    Beten wir nicht in jedem Gottesdienst, in jedem Vaterunser: „Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.“ ? Die Frage geht allerdings an mich persönlich — an jeden Einzelnen, der sich als Christ verstehen will — welche Bedeutung diese Gebetsbitte für mich hat! Wer hat das besser ausgeführt als Luther im Kleinen Katechismus, dass wir mit diesen Worten darum bitten, „dass er (Gottes Wille) auch bei uns geschehe“ (sowohl in uns wie durch uns)! Ich muss mir also die Frage gefallen lassen: Inwieweit trage ich in meinem Umgang mit anderen dazu bei, dass der „Himmel Gottes“ auch ein Stück weit durch mich geschehen kann? Für andere – für mich selbst!
    Und wodurch oder weshalb verhindere ich – ich selbst – dies? Wie Sie es ausgedrückt haben: „Liegt’s auch an mir?“
    Denn die Bitte darum, dass Gottes Wille auch bei uns geschehe, bedeutet doch ganz praktisch, dass es bei der Beilegung eines Streits oder gar eines schmerzhaften Konflikts nicht darum gehen kann, dass „das höchst löchrige Mäntelchen der Liebe über einen Streit gelegt wird, und da drunter brodelt es dann doch mächtig weiter“.
    Wenn aber so nicht, wie denn dann?

    Trauen wir Gott und unserem anhaltenden Gespräch mit ihm nicht zu, dass er auch unsere verletzten, negativen Gefühle „wandeln“ kann? Wie Luther es wiederum im Großen Katechismus sagt: „Denn wer da bitten will, der muss etwas bringen, vortragen und nennen, des er begehrt; wo nicht, so kann es kein Gebet heißen. …
    Wo aber ein rechtes Gebet sein soll, da muss ein Ernst sein, dass man seine Not fühle, und solche Not, die uns drückt und treibt zu rufen und schreien; so geht denn das Gebet von sich selbst, wie es gehen soll, dass man keines Lehrens bedarf, wie man sich dazu bereiten und Andacht schöpfen soll.“
    Es ist doch die Jahreslosung, die uns genau diese Verheißung Gottes zuspricht: „Ich will euch ein neues Herz und einen neuen Geist in euch geben!“ Und in der vollen Fassung bei Hesekiel: „Und ich will euch ein neues Herz und einen neuen Geist in euch geben und will das steinerne Herz aus eurem Fleisch wegnehmen und euch ein fleischernes Herz geben. Ich will meinen Geist in euch geben und will solche Leute aus euch machen, die in meinen Geboten wandeln und meine Rechte halten und danach tun.“ Hesekiel 36, 26+27

    Wenn das nicht dem Betenden gilt, wem dann?

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